Trierpilger - Bericht 2003

1. Tag

Anders als in den letzten Jahren gönnten sich die diesjährigen Trierpilger ½ Stunde mehr Schlaf und trafen sich so – mehr oder weniger ausgeschlafen – um 6.30 Uhr an der Pfarrkirche, um pünktlich die Aussendungsmesse um 7.00 Uhr mit Udo van Deursen zu feiern. Sagten wir pünktlich?!...nein..Katja Stapper wollt wohl noch eine halbe Stunde mehr Schlaf und bestellte Udo per E-Mail erst für 7.30 Uhr.

Verspätet aber dennoch motiviert begannen wir mit der Aussendungsmesse, die bis auf das Schlusslied (5 lange Strophen – und nur Anke und Papa Müller kannten den Text) reibungslos verlief.

Und schon konnte es los gehen. Um 8.00 Uhr fuhren wir mit zwei Bussen und 2 PKW in Richtung Eifel. Es begann eine durchgängig ruhige Fahrt, bei der die letzten Schlafdefizite aufgeholt wurden. Keine weiteren Zwischenfälle, außer Frank´s dringend benötigter Zwischenstopp, nur 5 Min. vorm Ziel.

Bei unserer alljährlichen Vorstellungsrunde begrüßten wir unsere beiden Neupilger Eva Janssen und Sonja Schwan und pilgerten dann bei bestem Wetter durch die Weinberge. Zu unserem Verdruss war der Weinverkauf jedoch schon vorbei. Vor dem ersten Kräfte zehrenden Anstieg gönnten wir uns eine kleine Pause, um uns dann wie jedes Jahr an der Teufelsley gründlich zu verlaufen. Gegen 16.30 erreichten wir dann endlich Dümpelfeld, wo wir erst einmal Kräfte tankten und uns häuslich einrichteten. Erholt ging es dann nach dem, wie immer leckeren, Abendessen (hier schon mal ein großer Dank an Brigitte und Uschi) in unsere Stammkneipe, die eine schockierende Nachricht mit sich brachte: Nobbi, der Wirt, war mit einer Frau zum Rhein durchgebrannt! Zum Glück nahm sich eine neue Wirtin der Kneipe an…

Um 24.00 Uhr jedoch waren alle schon wieder im trauten Pilgerheim, wo einige unserer Pilger wieder ein Schnarchkonzert der Extraklasse lieferten.

 

2.Tag

Am Sonntagmorgen wurden wir durch ein knallendes Geräusch aus dem Bad (Danke, Thorsten) schon vor der üblichen Weckzeit geweckt.

Natürlich - bestens gelaunt - frühstückten wir, um uns dann auf den Weg zum Nürbürgring zu machen. Das Wetter war mal wieder super, sodass unsere Gruppe um 9.30 Uhr pünktlich dort ankam. Zur großen Enttäuschung kamen die Verpflegungsbullis mit den Spülern aber erst um 10.00 Uhr. Nur der gute Kuchen von Familie Stapper konnte diese Enttäuschung wieder einigermaßen auffangen. Bei unserer letzten Pause erreichten wir ein kleines, malerisches Dörfchen voller Idylle, an dessen Dorfbrunnen wir rasteten, um die Ruhe zu genießen – wären da nicht zwei pubertierende Dorfmädels, die mit lauter Musik ein Dolby-Surround-Feeling für das ganze Dorf zu schaffen versuchten. Der Vater jedoch, rettete das Dorf aus der Misere und fuhr die Lautstärke auf erträgliche Werte zurück. Auch zu erwähnen wäre eine nette ältere Dame, die uns zwar auf eine völlig falsche Fährte führte, uns aber dafür freundlichst ihre extra große Toilette zur Verfügung stellte. In Daun gab es dann die große Überraschung: Eine Dusch für alle!

Zum Abendessen gab es traditionell Kassler & Sauerkraut und eine Wanne voller Mousse ou chocolat.

Danach ging es in die Abendmesse, welche in diesem Jahr Anlass zu Diskussionen gab (Ein zusätzliches Gebet würde jedem hier gut anstehen). Anschließend ging ca. die Hälfte der Pilger zum Metaller. Dort war jedoch nicht wirklich was los, sodass man nacheinander Dart spielte oder sich Pommes bestellte. So kam es, dass auch an diesem Abend die Letzten schon um 24.00 Uhr im Bett landeten.

 

3. Tag

Der Montag begann schon in aller Früh um 5.30 Uhr.

Nach dem Frühstück war um 7.15 Uhr für alle Abfahrt, außer unserem Spüldienst Frank, Peter und Co.

Um 10.50 Uhr erreichten wir trotz Umweg Manderscheidt, um dort eine kurze Pause zu machen, bevor wir dann unsere Schnitzeljagd nach Himmeroth begannen. Diese Pause nutzte Sonja gekonnt, um mit einem eleganten Sprung über das Geländer schließlich auf ihrem Hinterteil zu landen.

Mit knurrendem Magen kamen wir schließlich am Restaurant in Himmeroth an, was für uns bereits vorbestellt war – dachten wir. Denn Peter rief zwar in einem Restaurant an, doch das war nicht in Himmeroth….So wartete wohl irgendwo in der Eifel ein kleines Restaurant wohl sehnsüchtig auf den Besuch einer großen, hungrigen Geldeinnahmequelle, während der hiesige Restaurantbesitzer wohl gerne mit dem dortigen getauscht hätte, denn nicht nur war sein Personal überfordert, auch der abgelaufene Ketchup wurde von uns entdeckt.

Auf dem letzten Weg zu unserem Quartier kam der nächste Schock: Martin´s Hochsitz war verschwunden! Zurück blieben ein kleiner Holzhaufen und die Erinnerung an die gefährlichen Bienen…

Das Kapellchen auf dem Weg nutzten unsere kleinen Artisten Berti & Benny zu ihrer alljährlichen Kopfstandvorführung.

Noch einer entlaufenen Kuh auf dem Weg begegnet, erreichten wir um 18.30 Uhr Binsfeld, wo zunächst ein Wortgottesdienst stattfand. Um 19.00 Uhr beköstigten uns Brigitte und Uschi mit Nudeln, Hacksauce und Tomatensalat. Die restliche Zeit des Tages nutzten wir zum Duschen (was übrigen Franks und Peters erste Dusche in der gesamten Zeit war) und zum gemütlichen zusammensitzen mit Karten, Bier und dem traditionellen Himmerother, der für einige in diesem Jahr wohl zuviel des Guten war: Peter eröffnete uns seine Jugendtraumata und andere legten die Nudeln vom Abendessen vor der Tür wieder ab. Um 23.00 Uhr folgte die Bettruhe.

 

4.Tag

An unserem letzten schwierigen Pilgertag wurden wir um 6.00 Uhr geweckt. Nach dem Frühstück um 7.00 Uhr ging es um 7.30 Uhr los. Ein freundlicher Landwirt auf seinem Traktor zeigte uns eine Abkürzung, welche uns eine Viertelstunde sowie seine komplette Lebensgeschichte einbrachte. Bei unserer ersten Pause überraschten uns dann Brigitte und Uschi mit Spannung, Spaß und Schokolade – auch bekannt als Ü-Eier.

Nach der nächsten Pause, die zum Pommes essen genutzt  wurde, kam der letzte Kräfte zehrende Anstieg, zu der auch Petrus sich meldete und uns mit einem kräftigen Schauer beglückte. Zum Leidwesen von Thorsten, wettete er doch mit Anja, es gäbe keinen Regen.

Auch das traditionelle Löwenküssen der Neupilger durfte nicht fehlen, sodass wir beruhigt und ein wenig durchnässt in Trier einzogen. Der restliche Abend verlief schön und entspannt - wie jedes Jahr. Lotti freute sich, uns mal wieder in ihrer Kneipe begrüßen zu dürfen und auch McDonalds konnte sich nicht beschweren…

 

5.Tag

Und schon war der letzte Tag der Wallfahrt erreicht. Das Frühstück war entspannt, das Einpacken verlief problemlos. Die darauf folgende Rückfahrt wurde zur allgemeinen Schlafnachholung genutzt, sodass wir uns abends guter Dinge zur Messe und zum abschließenden Essen bei Dinter treffen konnten.

Nach dem gemütlichen Beisammensein verabschiedeten wir uns alle mit der Gewissheit, uns auch im nächsten Jahr bei der Trierwallfahrt zutreffen.

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