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Moldova-Freundeskreis-St.Clemens-Kaldenkirchen
Vor 10 Jahren begannen unsere Kontakte.
„Von Mensch zu Mensch persönlich“ lautete unser Leitmotiv
Das bedeutete:
neue Beziehungen zu wagen,
sich einzulassen auf eine fremde Kultur, eine fremde Sprache,
beeindruckt sein von der Glaubenstiefe der neuen Freunde,
von ihrer Mitmenschlichkeit,
von ihrer Gelassenheit im Umgang mit der Zeit.
Einblick zu bekommen in den Alltag der Menschen,
Teil zu haben an ihren Freuden, Sorgen und Nöten,
betroffen sein von ihren schwierigen Lebensumständen.
10 Jahre Moldawien Freundschaft, das bedeutet:
viele Briefe zu schreiben - und zu erhalten,
viele Päckchen und Pakete zu packen
und immer wieder neu einen Weg suchen,
diese sicher und unversehrt zu unseren Freunden zu befördern,
sich einzusetzen durch Aktionen hier in unserer Pfarrei,
oder das Zeit und Kraft raubende Trödeln zu wagen -
um helfen zu können,
dass sich das Leben der Menschen verbessert.
Manches haben wir so mit verbessern können, auch durch die Unterstützung der Arbeit des Paters Klaus Kniffki und des Vladimir Nadkrenitschnii.
Ansprechpartnerin:
Regina Weiß
Heideanger 10
41334 Nettetal
Tel.: 02157/5107
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Moldawien-Freundschaft Zusammenfassung
1991 wird das frühere Bessarabien, grenzend an Rumänien und die Ukraine, zur selbständigen Republik Moldova.
1993 errichtet der Vatikan für Moldawien eine apostolische Administratur, als deren Leiter der junge rumänisch stämmige Priester Anton Coşa eingesetzt wird. Der wird dann kurz vor der Erhebung zur Diözese im Jahr 2001 zu deren ersten Bischof geweiht.
1996 beginnt Pater Klaus Kniffki SVD seine Missionstätigkeit in Stăuceni, Republik Moldova, in der jetzt die Religionsfreiheit gelebt werden darf. Seine Aufgabe dort in Stăuceni war und ist es, sich um die katholischen Christen zu kümmern. Die hungrigen Kinder veranlassen ihn, ein SuppenküchenProjekt zu beginnen:
Eine warme Mahlzeit für Menschen, die sonst hungern müssten.
Die blitzsaubere Suppenküche liegt direkt neben der Kirche. Jeden Tag werden hier etwa 80 Teller Suppe gekocht für alte, arme Menschen und für bedürftige Kinder. Kranken, mittellosen Menschen bringen Jugendliche das warme Essen in ihre armselige Behausung.
1997 feiert er jeden Sonntag zusätzlich eine heilige Messe für die Deutsch sprachigen Christen in der Bischofskathedrale in Chişinău
1997 der Missionar, Klaus Kniffki, besucht unsere Pfarrgemeinde St. Clemens Kaldenkirchen im Juli 1997 und erzählte von seiner Arbeit und den so armen und schweren Lebensbedingungen in diesem Land.
Er regt an: „Mission einmal anders, von Mensch zu Mensch persönlich“
zu wagen, trotz der unterschiedlichen Kulturen und Sprache. So beginnt der Einsatz des Moldova Freundeskreises St. Clemens Kaldenkirchen unter der Motivation der Regina Weiß und der liebevollen Ermunterung und des Mittragens von Pastor Klaus Johannes Dors.
1999 Pater Klaus Kniffki baut unter Mithilfe der Leute vor Ort eine kleine Kirche, die im Mai 1999 eingeweiht wird, die neue “Herz Jesu Kirche”.
Die Kapelleneinrichtung des ehemaligen Kaldenkirchener Seniorenheimes konnte durch unsere Freundschaft in dieser Kirche einen würdigen Platz finden.
2003 Am 27. Juni 2003 weiht Bischof Anton Coşa in Stăuceni die neue Sozialstation, “Mutter des göttlichen Wortes” ein, die durch die Unterstützung der Caritas und als Arbeitsprojekt der Fachhochschule Biberach errichtet werden konnte. Hier befindet sich der Kindergarten, in dem etwa 50 Kinder von einer Sozialbetreuerin betreut werden. Zwei große Räume stehen für Gruppenarbeiten zur Verfügung, weitere zwei Zimmer bieten eine Übernachtungsmöglichkeit für Gäste. In der eigentlichen Sozialstation dieses Sozialzentrums erfahren alte Menschen aus Stăuceni und den umliegenden Ortschaften hygienische, medizinische und soziale Betreuung.
Einige Häuser weiter befindet sich der Behinderten-Kindergarten. Dieses Projekt gehört zum sozialen Umfeld dieser Gemeinde, wofür die Eltern besonders dankbar sind.
2005 am 05. Oktober, beginnen im ca 50 km nördlich von Stăuceni gelegenen Orhei unter Pater Kniffkis Anleitung, die beiden Schwestern Davida Strojek SspS und Juliana Kondelova SspS ihre Missionsarbeit. Sie setzen sich ein für die Ärmsten der Armen und beginnen mit der Katechese.
In diesem Ort leben etwa 16 Katholiken, mit denen hier Gemeinde neu begonnen werden soll. In der Nähe dieser Kirche haben die Steyler Missionsschwestern ein kleines Haus mit Hof und Stallungen gekauft. Die alte, kleine, etwas zerfallene neu gotische Kirche Maria Himmelfahrt - von 1930 wird zur Zeit hergerichtet und soll am Maria Himmelfahrtstag, dem 15. August 2008 eingeweiht werden.
2006 im Frühjahr wird der 1 ha große Weinberg bei Stăuceni angelegt, um künftig eine Möglichkeit zu haben, die laufenden Kosten der Gemeinde tragen zu helfen.
2006 im November wird das Obdachlosenhaus, “St. Stefanus” eingeweiht und in Betrieb genommen. Obdachlose finden hier liebevolle Aufnahme und Betreuung. Es wird energisch und sehr liebevoll von Larisa Monţoc verwaltet und geführt.
Um zu verhindern, dass künftig nicht mehr so viele Besucher der Suppenküche im Winter auf dem Armenfriedhof landen, entstand die Idee, ein größeres Sozialzentrum zu errichten. Für dieses Caritas-Projekt hat sich Kardinal Christoph Schönborn persönlich eingesetzt und Geld gesammelt. Hier werden Mittellose medizinisch betreut, ernährt und gebadet; für 20 Personen stehen Betten zur Verfügung. Und Mittellose gibt es massenhaft - in Stăuceni wie in ganz Moldova, dem ärmsten Land Europas.
Die Menschen, die hier ankommen, werden zunächst gründlich gebadet und medizinisch versorgt. Ihre gesamte alte Wäsche wird verbrannt und sie erhalten neue Bekleidung. Alle sind irgendwie krank.
Dieses ganze Projekt befindet sich noch am Anfang und es wird überlegt, wie es sinnvoll weiterhin zum Wohl der Menschen geleitet werden kann. Es gehen Überlegungen, diese Menschen in Arbeitsprozesse einzugliedern. Einige sollen tagsüber zum Beispiel am Weinberg mithelfen. Aber das ist problematisch. Sie arbeiten nicht anhaltend und ausdauernd, denn sie haben weder Kraft noch Ausdauer dazu.
Diese Einrichtung ist in Moldawien einzigartig. Es gibt in Chişinău ein Obdach, in dem Heimatlose sich aufhalten können, aber es ist weit entfernt von dieser menschenwürdigen Qualität. So spricht sich das natürlich herum und es finden sich immer mehr dieser armseligen Menschenkinder hier ein.
In diesem Haus werden ebenfalls die verwaisten Kinder einmal wöchentlich gebadet. Auch deren Wäsche wird hier gewaschen.
Pater Kniffkis Team heute: ein Steyler Mitbruder aus Indien, Pater Vivian Furtado SVD zwei Schwestern, einige engagierte Mitarbeiter aus der Gemeinde.
2007 Im September erleben die beiden Schwestern in Orhei, Davida Strojek SspS und Juliana Kondelova SspS einen schrecklichen Raubüberfall nachts in ihrem Haus und verlassen danach die Moldau.
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1998 Im März besuchten uns hier in Kaldenkirchen der jetzige Bischof von Chişinău, Anton Coşa, und Vladimir Nadkrenitschnii, der seit einigen Jahren der Vorsitzende von Pro Umanitas in Moldawien ist.
Herr Nadkrenitschnii setzt sich mit seinen Leuten in bewundernswerter Selbstlosigkeit für Verbesserungen der Lebensbedingungen moldawischer Kinder und benachteiligter, be-dürftiger Menschen ein.
So entstand unter seiner Leitung zum Beispiel in Bunvolentia Cojusna, im Bezirk Straseni, ein Kindertageszentrum und ein Familienkinderheim. In diesem wohnen einige Waisenkinder. Ferner essen hier Kinder aus bedürftigen Familien täglich zu Mittag, machen ihre Hausaufgaben, erlernen verschiedene Handwerke und spielen und singen miteinander.
In anderen Orten Moldawiens konnten durch Pro Umanitas weitere Kindertageszentren oder Behindertenwerkstätten renoviert und eingerichtet werden.
Hilfe leistet Pro Umanitas unter anderem durch Renovierungsarbeiten an sehr desolaten Kinder- oder Altenheimen. Die Organisation sorgt für Reparaturen von Sanitäranlagen, unterhält Patenschaftsprojekte in verschiedenen Orten Moldawiens und sorgt für Beschaffung von Zahnarztmaterial für die Behandlung von Kindern. Weiterhin bietet sie Stipendien für Studenten bedürftiger Familien, organisiert Reparaturarbeiten an Gebäuden sowie die Sanierung und Einrichtung der Werkstätten für behinderte Kinder. Dank Pro Umanitas entstand eine Minifarm für Kinder mit leichten Behinderungen im Internat in Straseni. Und noch vieles mehr leistet Pro Umanitas.
Jetzt nimmt Herr Nadkrenitschnii die Renovierungsarbeiten des neuen Gebäudes für das Kindertagungszentrum in Grigorauca in Angriff. Der dortige Bürgermeister stellte ihm dazu im Rathaus einige Räume zur Verfügung, die jedoch zuerst renoviert werden müssen.
Um den Gesundheitszustand der Menschen zu verbessern, läßt er in Grigorauca jetzt einen 100 Meter tiefen Brunnen bauen, damit die Menschen nicht mehr auf das von sehr schlechter Qualität geprägte Wasser aus den unweit ihrer Häuser liegenden Brunnen angewiesen sind.
Sein Verdienst ist es auch, dass unsere Familienpakete bisher die so schwierigen Zollbestimmungen sicher passieren konnten und gut ihren Bestimmungsort erreichten. Sehr schwere Steine konnte er dabei für uns aus dem Weg räumen. Dafür sind wir Herrn Nadkrenitschnii besonders dankbar.
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